• Die 1963 gegründete Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung ist eine private Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung der Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

  • Seminar im „WE-Heraeus-Hörsaal“ des Physikzentrums Bad Honnef. Die Reihe „WE-Heraeus-Seminare“ ist das Flaggschiff im Förderprogramm der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.

  • Die Stiftung fördert Lehrerfortbildungen zur Teilchenphysik, Quantenphysik oder Astronomie, die z.B. am XLAB in Göttingen durchgeführt werden.

  • Schüler-Observatorium auf dem Dach eines Gymnasiums: An 6 identischen Teleskopen kann eine komplette Klasse Sterne und die Sonne beobachten. Ein Beitrag der Stiftung zum modernen Physikunterricht.

  • Die Stiftung initiiert und finanziert Buchproduktionen zur Verbreitung von Faktenwissen über gesellschaftlich bedeutende Themen (für SchülerInnen) sowie zur Ausbildung von LehrerInnen.

Beiträge


Kinderforschungszentrum „Kalis Werkstatt“ eröffnet

Ende Mai hat die Bürgerstiftung des Ortes Lilienthal bei Bremen ihr Kinderforschungszentrum „Kalis Werkstatt“ eröffnet. 200 Mitmachstationen aus u.a. Mechanik, Akustik, Optik, Elektrizität warten nun auf kleine Forscherinnen und Forscher. Schirmherr ist Joachim Treusch, Vorstandsvorsitzender der WE-Heraeus-Stiftung, die das Kinderforschungszentrum mit einem größeren Betrag unterstützt hat. Mit diesem außerschulischen Lernort möchte die Bürgerstiftung Kindern einen kreativen Zugang zu Naturwissenschaft und Technik ermöglichen und sie motivieren, sich bereits sehr früh für diese Themen zu begeistern. (Artikel in der Lokalpresse).

 

 


Herzlichen Glückwunsch an Jugend forscht-Sieger

Beim 51. Bundeswettbewerb von Jugend forscht errang Tobias Gerbracht (18) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal den Bundessieg im Fachgebiet Arbeitswelt. Er konstruierte einen sog. Augmented-Reality-Projektor, mit dem sich dreidimensionale Objekte virtuell im Raum schwebend darstellen lassen. Mit ihm freut sich insbesondere sein Lehrer Michael Winkhaus (links), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Erfolgreich waren auch die beiden Schülerinnen, die im Februar Goldmedaillen beim German Young Physicists Tournament (GYPT) gewonnen hatten. Carina Kanitz (Erlangen) erhielt den vierten Preis im Fachgebiet Physik, Ann-Kathrin Raab (Rosenheim) einen Sonderpreis der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung (weitere Infos).

 

 


Workshop in Les Houches

In der ersten Maihälfte hat die Stiftung erstmals einen Workshop an der École de Physique des Houches teilgefördert. Unter dem Motto „Attosecond physics meets plasmonics“ trafen sich in dem bekannten Tagungszentrum am Fuß des Mont Blanc rund 70 Expertinnen und Experten, um über ultraschnelle Phänomene in Nanostrukturen zu diskutieren (Webseite des Workshops, Bericht)


Sind Kometen primitiv?  

Unter dem Titel „How primitive are comets?“ fand in der letzten Aprilwoche das 615. WE-Heraeus-Seminar im Physikzentrum Bad Honnef statt, in dem auch die neuesten Ergebnisse der Rosetta-Mission zum Kometen 67/P Churyumov-Gerasimenko diskutiert wurden. Der Journalist Guido Meyer hat darüber für den Deutschlandfunk sowie den ORF berichtet. (Webseite des Seminars).

 

 


Ausstellung „Einstein inside“ 

Nach der ersten Station in der Urania in Berlin ist die multimediale Mitmachausstellung „Einstein inside” noch bis Mitte Mai 2016 im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg zu sehen. Von dort wird es weitergehen zum Haus der Wirtschaft in Stuttgart (30. Mai bis 11. Juni), zum Annette-Kolb-Gymnasium in Traunstein und voraussichtlich zum EXPI Science Center in Gotschuchen (Österreich). Die von der Stiftung geförderte Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstags der Allgemeinen Relativitätstheorie präsentiert eine anschauliche, unterhaltsame und leicht verständliche Ein­füh­rung in die Welt der Relativitätstheorie. Inter­aktive Explorationen, Multimedia-Stationen, Visualisierung und Animationen bieten für jeden einen passenden Zugang zu einer fantastischen, dabei doch realen Welt. Als Wanderausstellung wird „Einstein inside” künftig auch an weiteren Orten zu sehen sein (Webseite der Ausstellung).

 


Zwei Schülerinnen holen Goldmedaille beim GYPT 2016

Beim German Young Physicists' Tournament (GYPT) vom 12. bis 14. Februar im Physikzentrum Bad Honnef haben Ann-Kathrin Raab (Rosenheim) und Carina Kanitz (Erlangen) die Goldmedaille gewonnen. Mit weiteren vier Schülerinnen und vier Schülern bilden sie die Nationalauswahl, aus der das deutsche Team für das IYPT in Russland nominiert wird. Das GYPT, das die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung finanziert, hatte mit 87 Jugendlichen mehr als doppelt so viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr.

 

 


Studie „Physik in der Schule“ veröffentlicht

Physik gehört zu den unbeliebtesten Schulfächern überhaupt. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und liegen zweifellos sowohl in der Lehramtsausbildung als auch in den Lehrplänen begründet. Nachdem die DPG bereits in der Vergangenheit detaillierte Vorschläge für eine zeitgemäße Lehramtsausbildung im Fach Physik gemacht hat, stellt sie in einer Ende Januar veröffentlichten Studie nun ein innovatives Konzept für einen zeitgemäßen, nachhaltigen Physikunterricht vor. Zentrales Element ist dabei die Gliederung der fachlichen Inhalte anhand der vier Basiskonzepte Materie, Kräfte und Wechselwirkungen, Energie sowie Schwingungen und Wellen. Die Studie wurde von der WE-Heraeus-Stiftung gefördert. Die komplette Studie sowie eine Zusammenfassung sind auf der DPG-Webseite zu finden. 

 

 


„Physik im Advent“ mit überwältigender Resonanz

Mit fast 23500 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland und der ganzen Welt, mit über 450000 Zugriffen auf die Webseite und fast 550000 Zugriffen auf die Youtube-Videos hat das von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung geförderte und von DPG und Universität Göttingen durchgeführte Projekt „Physik im Advent“ eine neue Rekordbeteiligung erreicht. Passend zum Internationalen Jahr des Lichts stand 2015 bei allen Experimenten die Optik im Mittelpunkt.

 

 


Neuer Geschäftsführer im Amt

Seit 1. Januar 2016 ist Dr. Stefan Jorda als neuer Geschäftsführer der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung im Amt. Zuvor war er 20 Jahre lang beim Wissenschaftsverlag Wiley-VCH in Weinheim/Bergstr. beschäftigt, in den letzten 17 Jahren als Chefredakteur der Physikalischen Blätter bzw. des Physik Journals, der Mitgliederzeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Herr Jorda hat in Darmstadt und Rio de Janeiro Physik studiert und an der Universität Regensburg promoviert. Der langjährige Stiftungsgeschäftsführer Dr. Ernst Dreisigacker ist Ende 2015 in den Ruhestand gegangen.  

 


Das Gästehaus ist eingeweiht

Für das Physikzentrum war Freitag, der 13. November, ein ausgesprochener Glückstag: Ein Jahr nach der Grundsteinlegung fand anlässlich des Tages der DPG die feierliche Eröffnung des neuen Gästehauses statt, für das die Stiftung 5,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. In enger Abstimmung mit der Landesdenkmalpflege ist den Architekten Klaus Luft-Brix (links) und Johannes Schneider ein Neubau gelungen, der durch die Auswahl der Materialien und seine Farbgestaltung ein harmonisches Ensemble mit dem Stiftsgebäude bildet. Mit den 40 zusätzlichen Zimmern wird nun der alte Traum wahr, dass alle Teilnehmer eines Seminars im Physikzentrum wohnen können. „Das heißt: mehr Diskussion und mehr persönlicher Gedankenaustausch – ganz im Sinne unserer Stifter“, sagte Joachim Treusch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung (Mitte), der den Schlüssel an den DPG-Präsidenten Edward G. Krubasik (rechts) überreichte. (Foto: DPG/Heupel, mehr …)


Heraeus-Seniorprofessor Christoph Buchal erhält Robert-Wichard-Pohl-Preis

In Würdigung seiner Leistungen bei der Vermittlung von physikalischen Inhalten in Öffentlichkeit, Schule, Universität und bei zahlreichen Lehrerfortbildungen erhält Prof. Dr. Christoph Buchal (Forschungszentrum Jülich) den Robert-Wichard-Pohl-Preis 2016. In ihrer Begründung hebt die DPG besonders seine erfolgreiche Buchreihe zu gesellschaftsrelevanten, physikalischen Themen hervor. Die Bücher STROM, KLIMA und andere sind teilweise mit Unterstützung der Stiftung entstanden. Seit 2014 hat Buchal eine Heraeus-Seniorprofessur inne (mehr).  

 

 


Heinrich-Gustav-Magnus-Preis erstmals verliehen

Mitte November hat die Physikalische Gesellschaft zu Berlin (PGzB) gemeinsam mit der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung erstmals den Heinrich-Gustav-Magnus-Preis verliehen. Ausgezeichnet werden damit herausragende Lehrerinnen und Lehrer im Fach Physik an Schulen mit gymnasialer Oberstufe im Land Berlin, die die Begeisterung für ihr Fach mit großem Erfolg an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben. Die ersten drei Preisträger sind Sebastian Beumler von der Beethoven-Schule in Berlin-Lankwitz, Falk Ebert vom Herder-Gymnasium in Charlottenburg sowie Peter Kurt Wiechert von der John-F.-Kennedy-Schule Berlin (im Foto gemeinsam mit der Vorsitzenden der PGzB Ulrike Woggon und dem Geschäftsführer der WE-Heraeus-Stiftung Ernst Dreisigacker) (Webseite der PGzB).


„Really fantastic“ – das 600. WE-Heraeus-Seminar

Passend zum Internationalen Jahr des Lichts, drehte sich beim 600.WE-Heraeus-Seminar Ende Oktober eine Woche lang alles um „Frontiers of Quantum Optics“. Als eingeladene Sprecher hatten die beiden Organisatoren, Wolfgang Schleich von der Universität Ulm und Gerd Leuchs vom MPI für die Physik des Lichts in Erlangen, ausgewiesene Experten der Quantenoptik und gleich drei Nobelpreisträger gewinnen können (Roy Glauber, Theodor Hänsch und William D. Phillips). Zum Erfolg trugen aber nicht nur die hochkarätigen Vorträge, sondern insbesondere auch die lebendigen Diskussionsbeiträge bei. Mit den Worten einer Teilnehmerin: „really fantastic, excellent talks and posters, a great atmosphere and lively discussions“. (Programm, Bericht)